Wen die Vergangenheit trifft

Diese Erzählung regt zum Nachdenken an, an die eigene Kindheit, an die Eltern und Großeltern und deren Rolle in dieser Zeit. Die Worte sind gut gewählt worden – poetisch und dennoch sparsam, niemals überladen. Die Autorin liebt das Wort, das spürt man auf jeder Seite. Es wurde sehr gut recherchiert. Das Buch "Wen die Vergangenheit trifft" wäre die ideale Schullektüre für die gymnasiale Oberstufe bei der Behandlung eines immer noch sehr heiklen Themas. Bei all der Dramatik, und das ist tröstlich, siegt die Liebe und die "endgültige Wahrheit" ist auf einmal nicht mehr wichtig. Über dieses Buch denkt man noch lange nach. Ich kann es nur weiterempfehlen und freue mich jetzt schon auf das nächste Werk dieser Autorin.
M.W. aus Hohen Neuendorf

 

wertvoll von Tigerente (Leipzig), am 11.02.2015
„Wen die Vergangenheit trifft“ kommt in der Gegenwart an. Vera Sterndorf erzählt mit leichter Hand eine Geschichte, wie sie vielen von uns passieren könnte. Stephan Eppinger, ein erfolgreicher Berliner Staatsanwalt, wird nach Jahren der Kommunikationspause an das Kranken- und Sterbebett seines Vaters gerufen. Weglaufen ist sein erster Reflex. Daran wird er mehr oder weniger sanft gehindert. Und er bekommt Zeit. Zeit, in der er in seine eigene und in die Vergangenheit des Vaters eintaucht. Dabei liest er das Kriegstagebuch seines Vaters und macht die bittere Erfahrung, dass Leid nicht verjährt, sondern lebendig bleiben kann. Haben wir nicht, als wir mit unseren Eltern über den zweiten Weltkrieg sprachen, immer nur von den Taten der anderen gehört? Wir kennen doch eigentlich nur Opfer und keine Täter. Und haben wir uns nicht damit zufriedengegeben? Die Bösen waren doch die anderen… Ein lesenswertes Buch auch für Jugendliche, das anschaulich zeigt, dass Wegsehen nicht der richtige Weg sein kann, anderen Menschen und uns gerecht zu werden. Und das zeigt, dass nur Vergeben neues Leben entstehen lässt.

 

5 von 5 Sterne    Geschichtsstunde hinter Fassaden

Ein Buch, das man am liebsten in einem Zug durchlesen möchte – so erging es zumindest mir mit diesem sehr einfühlsam und doch hier und da brutal ehrlichem Buch von Vera Sterndorf. Man findet sehr leicht ins Geschehen hinein, wird langsam in die Gedanken und Erinnerungen des Hauptakteurs, Stefan Eppinger, hineingezogen. So liest sich die Geschichte locker flockig, hinein in einen Strudel von Familiengeschichten, Einzelschicksalen, Kriegsgeschehen im zweiten Weltkrieg, einer zarten Liebesgeschichte, die von der brutalen Welt des Krieges, vom traurigen Thema des Sterbens, auf angenehme Weise immer wieder ablenkt. Sehr genaue Bilder werden gemalt, die sich auf Erzählungen des Kriegsveteranen und auf Tagebucheinträge stützen. Mich hat das Buch sehr berührt, in all seinen Facetten, und es ist schön, dass solche Erinnerungen in Zeiten, da die meisten Menschen den Krieg zum Glück nur aus dem Geschichtsbuch kennen, auf so liebevolle Weise festgehalten werden.

Von I.B.

 

Das Buch von Vera Sterndorf hat mich nicht mehr losgelassen, sodass ich es in wenigen Nächten durchgelesen habe. Die Geschichte eines Mannes in seinen 50ern, der angesichts des Sterbens seines Vaters aus seinem aufgeklärten und abgeklärten Berliner Juristenleben gerissen und gezwungen wird, sich der Vergangenheit seines Vaters zu stellen, ist beeindruckend und sehr glaubwürdig. Der zweite Weltkrieg und die Verbrechen der Generation unserer Großväter und Väter wirft seine Schatten auf uns, auch wenn wir glauben, als Generation der Studentenbewegung und danach uns durch unsere wohlfeile Kritik dagegen immunisiert zu haben. Und obwohl die Biographie des Vaters durch den Krieg geprägt wurde, ist sie viel differenzierter und vielschichtiger als der Sohn erwartet.
Vor allem hat mich die persönliche Aura, die in diesem Buch 'rüberkommt, sehr berührt. Die Art, wie die Autorin die Geschichte schreibt, lässt sehr viel von ihrer persönlichen Note spüren, von ihrem Ernst in Fragen von historischer und politischer Bedeutung und ihrer Sensibilität im Umgang mit Menschen sowie, nicht zuletzt, von der Wärme der südwest-deutschen Lebenswelt. Ich hoffe, ich bekomme bald wieder etwas von ihr zu lesen.

Von Andreas

 

Tolles Buch, spannend geschrieben und doch komplex. Ich kann es nur jedem empfehlen. Diese Geschichte über eine Vater- Sohn-Beziehung hat mich sehr berührt. Was der Krieg mit uns Menschen macht und noch über Generationen in uns bewirkt ist ein spannendes Thema, ein Thema, das uns alle angeht.

Von Anne Leselust

 

5 von 5 Sterne   Interfamiliäre Versöhnungsarbeit

Vera Sterndorf ist es gelungen, auf sprachlich hohem Niveau eine spannende Erzählung über ein sensibles und aktuelles Thema zu schreiben. Sie erzählt in dieser Vater-Sohn-Geschichte über die Spuren der Kriegsvergangenheit in der Familie des Protagonisten.
Eine gute Mischung von Fakten in Form von Kriegstagebucheinträgen, zarter Liebesgeschichte und einfühlsam beschriebener Lebensgeschichte geben dem Buch eine besondere Note.
Es ist absolut lesenswert!

Von durti

 

 

5 von 5 Sternen  Schwere Kost mit leichter Hand

Die Erzählung ist leicht und packend geschrieben. Ein aktuelles Thema, denn die Kriegserlebnisse unserer Eltern und Großeltern beeinflussen auch unser Leben.

Von M. Tiger

 

Das Buch „Wen die Vergangenheit trifft“ gefällt mir. Es hat Tiefe, befasst sich mit meiner Eltern-Generation und ist nicht pathetisch. Es gibt mir auch ein bisschen mehr Verständnis für meinen Vater und meinem Verhältnis zu ihm.

Marion S.

 

 

Vera Sterndorf

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