Am Anfang ist nur ein Gedanke. Bald schon gesellen sich dazu Bilder, die sich langsam zur Geschichte verdichten. Dann, beim Schreiben, beginnen meine Figuren real zu werden. Sie reden mit mir, agieren und reagieren. Manchmal weigern sie sich, bei einer Handlung mitzugehen. Dann weiß ich, dass ich falsch liege und die Szene neu denken muss.

Im Sommer schreibe ich am liebsten draußen im Garten. Ich sitze dabei oft unter dem alten Walnussbaum. Neben mir steht eine Kanne mit kaltem Tee aus Zitronengras. Meine Füße gleiten durch das Gras. Manchmal kommt unsere Katze vorbei. Sie heißt Paula Schuhschrank, da sie anfangs, als sie zu uns kam, ständig unter dem Schuhschrank saß.

Vera Sterndorf

Beim Schreiben höre ich den Klang der Wörter. Er mischt sich mit dem Gesang der Vögel zum Gedankenkonzert.